Spenden absetzen: Höchstgrenze, mit Quittung sowie ohne Beleg

Jedes Jahr spenden deutsche Bürger, zu den ganz unterschiedlichsten Formen. Da wären z.B. Geld-, Sach-, Leistungsspenden, oder ehrenamtlich für Religion, Wissenschaft, Gemeinnützigkeit, Kultur oder sogar Politik. Dabei kommen häufig Fragen wie sich Spenden gegenüber der Steuer verhält. Gemeinnützige und mildtätige Spenden sind absetzbar. Spenden von der Steuer absetzen, ist ein weit gefächertes Thema und soll hier durchleuchtet werden.

Spenden absetzen

geld sparen durch spenden
Spenden aller Art dürfen seit 2007 abgesetzt werden. Die Höchstgrenze liegt bei 20% der Einkünfte und werden im Mantelbogen der Einkommensteuererklärung eingetragen. Es muss für eine hohe Spende, eine Zuwendungsbestätigung an das Finanzamt gesendet werden. Bei einer kleineren Spende, reicht aber eine Quittung oder ein Bankbeleg aus. Die Grenze liegt bei 200 Euro, wo dann die genannte Zuwendungsbestätigung gebraucht wird. Bei einigen Finanzämtern, kann man kleinere Spenden absetzen ohne Beleg. Dabei darf die Grenze von 50-, oder auch 100 Euro nicht überschritten werden, um diese von der Lohnsteuer absetzen zu können.

  • Es gibt Ausnahmefälle, in denen Mitgliedsbeiträge von Vereinen als Spende abgesetzt werden können. Es können z.B. die Beitragsrechnung eines Jugendherbergswerk bei dem zuständigen Finanzamt eingereicht und abgesetzt werden.

Die Ausnahmen

verein logo - beispiel

  • Nicht als gemeinnützig oder mildtätig anerkannt sind: Spenden an Vereine, Interessensgemeinschaften, Einrichtungen usw. Diese können nicht in der Steuererklärung geltend gemacht werden.
  • Eine Spende für Freeware oder Dienstleistungen sind auch nicht wirklich eine Spende, das erklärt sich wie folgt:
    • Es handelt sich um freiwillige Zahlungen, wo tatsächlich eine Dienstleistung oder eine Lieferung folgt, z.B. bei Downloads. Steuerlich ist hier nichts zu machen.
      Hierbei ist zu unterscheiden, ob es sich um eine Ausgabe für den eigenen Betrieb handelt, z.B. Werbung oder Vermietung oder nicht, in diesem Fall muss dies an der zugehörigen Stelle eingetragen werden. Achtung: Wo Gewinn entsteht, ist Steuer fällig.
  • Freiwillige Zahlungen im Privatleben werden gerne als Spende bezeichnet, diese wird aber ehr als Schenkung angesehen und kann in bestimmten Fällen schon eine Schenkungssteuer auslösen.
  • Wer in einer freien kirchlichen Gemeinde und ähnliches Mitglied ist, kann einen Teil seiner Spende an die Gemeinde als Beitrag geltend machen. Hier genügt ein formloser Brief an das zuständige Finanzamt.
  • Manche dieser Gemeinden haben Stiftungen gegründet, die zweckmäßig Spenden weiterleiten. Spenden an solche Stiftungen können steuerlich höher abgesetzt werden.

Steuererstattung

Für Spenden bekommt man einen Teil zurück. Die Spende wird von den versteuerten Einkünften abgezogen, sie wird nicht versteuert und es wird deshalb die bezahlte Steuer zurückerstattet. Was genau man an Steuern spart hängt vom Steuersatz ab, es gilt, je höher das Einkommen – desto höher die Steuern. Es empfiehlt sich daher den persönlichen Grenzsteuersatz zu ermitteln.

Todesfall und Spende

todesfall - sarg
Ein Todesfall ist für Hinterbliebene natürlich immer eine belastende Angelegenheit, da neben der Trauer, eben auch der Nachlass geregelt werden muss. Hat der Verstorbene zu Lebzeiten viel gespendet, so können diese Spenden in der Steuererklärung bis Ende des Jahres, aufgeführt werden.
(Was ist zu tun?)

  • Spenden in der Steuererklärung aufführen
  • Fehlende Zuwendungsbestätigungen anfordern
  • beim Finanzamt einreichen

Freibetrag durch Spenden

Wenn man sich die Spenden, die man regelmäßig gemacht hat, schon im laufenden Jahr als Freibetrag in die Lohnsteuerkarte eintragen lässt, zahlt man monatlich direkt weniger Steuern. Der Vorteil dabei, ist das man nicht warten muss, bis nach der Steuererklärung endlich die Steuerrückzahlung kommt. Die Zahlen dazu ergeben sich bei Dauerspendern vom vorherigen Jahr.